WN-Bericht vom 14.01.2011

Kräftiges Plus beim Gasverbrauch

Hoffen und Bangen bei allen Energiekunden: Im Laufe der kommenden Woche werden die Stadtwerke ihre Rechnungen verschicken. Dabei ist jedem klar, dass nach den kalten Wintermonaten des vergangenen Jahres die Verbrauchswerte vor allem beim Gas spürbar angezogen haben dürften. „Die Durchschnittstemperatur im Dezember lag zum Beispiel bei minus 2,5 Grad", sagt Projektleiter Manfred Dierselhuis. Er schätzt den Mehrverbrauch auf zehn bis 15 Prozent im Vergleich zum Jahr 2009. Dennoch können rund 45 Prozent der Kunden mit einer Rückzahlung rechnen: Denn drei Viertel der Stadtwerke-Gaskunden haben das Sonderabkommen mit den Stadtwerken geschlossen und profitieren vom Treuebonus. „Insgesamt werden rund 1,2 Millionen Euro an die Kundschaft ausgezahlt", so Dierselhuis. Pressesprecher Stefan Busch weist in dem Zusammenhang auf die Preisgarantie hin, die die Stadtwerke für Erdgas-Verträge geben.
Angesichts der kalten Witterung hatten zudem viele Kunden den Monatsabschlag erhöht, sodass sich die Nachzahlungen in Grenzen halten - oder sogar ein Überschuss ausgezahlt wird.

Die Abrechnungen werden in diesem Jahr über drei Tage verteilt zugestellt, um den Ansturm auf den Kundenservice zu entzerren. „Im vergangenen Jahr sind die Rechnungen an einem einzigen Tag zugestellt worden", so Dierselhuis. Allein am ersten Tag bekamen wir über 1000 Anrufe von Kunden, die Fragen hatten oder ihren Abschlag ändern wollten. Am zweiten Tag waren es 900 und am dritten 800. Durch das Splitten hoffen wir, mehr Zeit für den einzelnen Kunden zu haben."

Beim Stromabsatz hat es während des vergangenen Jahres keine nennenswerten Änderungen gegeben. Die Preise sind erhöht worden. „Doch wir geben die erhöhte Umlage für die erneuerbaren Energie nur zum Teil an die Kunden weiter", so Dierselhuis. „Von 1,756 Cent brutto pro kWh nur einen Cent", ergänzt sein Kollege Markus Wülker. Viele andere Versorger hätten dagegen die Umlage vollständig an die Kunden durchgereicht.

Bei den Abwassergebühren sieht die Abrechnung insofern anders aus, als die Stadtwerke nur noch die Gebühr für das Schmutzwasser berechnen, während die Stadt die für Niederschlag in Rechnung stellt.

Mit der Resonanz auf das Online-Portal sind die Stadtwerke mehr als zufrieden. Mittlerweile haben sich fast 3000 Kunden für das Portal angemeldet. Hier können die Kunden zum Beispiel ihre Zählerstände durchgeben, die Abschlagsumme ändern und Adressenänderungen durchgeben. „Es hat leichte Startprobleme gegeben. Die betroffenen Kunden haben aber sehr viel Verständnis gezeigt", dankt Stefan Busch.

Dass die Stadtwerke Gronau sich mit ihren Tarifen durchaus sehen lassen könne, zeigt die Tatsache, dass sie über 1000 ihrer Kunden in fremden Netzen hat. Vor allem in Orten, die an Gronau angrenzen. Die Kunden nutzen die relativ günstigen Tarife in Kombination mit dem persönlichen Service.

Quelle: WN Gronau vom 14. Januar 2011