Pressemitteilung vom 27.08.2010

Stadtwerke Gronau: "Der Gaspreis sinkt!"

Der Gasspeicher in Epe schafft Versorgungssicherheit und ermöglicht vertragstreuen Kunden zum Jahresende eine Bonuszahlung.

Preissenkung und Bonuszahlung für Kunden in Sonderabkommen / Grundversorgung unverändert

Während für den Herbst über 70 Energieversorger in Deutschland Gaspreiserhöhungen angekündigt haben, ist bei den Stadtwerken Gronau mit einer Preissenkung und einer Bonuszahlung zu rechnen: „Wir freuen uns, unseren Gaskunden in den Sonderabkommen zum 1. Januar 2011 eine Preissenkung anbieten zu können“, so Franz-Josef Bernhart, Centerleiter Handel und Vertrieb bei den Stadtwerken. „Der Einsatz unseres Gasspeichers in den Wintermonaten des 1. Quartals 2010 hat wirtschaftliche Vorteile gebracht. Daran wollen wir unsere vertragstreuen Kunden in den Gas-Sonderabkommen teilhaben lassen. Wir beabsichtigen daher, in den ungekündigten Verträgen zum Jahresende einen Bonus auszuzahlen.“

Die genauen Beträge stehen zur Zeit noch nicht fest. Verbindliche Einzelheiten erhalten die Kunden in einem persönlichen Schreiben spätestens im Oktober. Auch die Tarife der Grundversorgung werden nicht erhöht.

Wie bereits erwähnt, hatte sich die Nutzung des Gasspeichers in diesem Zusammenhang äußerst positiv ausgewirkt. Sie schafft zum einen eine höhere Versorgungssicherheit. Zum anderen wirkt sich der Einsatz des Speichers aber auch stabilisierend auf das Preisniveau aus, denn mit den Speichervorräten können die Stadtwerke teure Verbrauchsspitzen abdecken, die zum Beispiel an besonders kalten Wintertagen entstehen.

Besonders erfreulich ist diese Nachricht, blickt man auf die Entwicklung der Gaspreise in den letzten Jahren zurück: Von 2000 bis 2008 waren die Gaspreise bundesweit um rund 70 Prozent gestiegen (Heizöl sogar um 75 Prozent). Für diese Preissteigerung sind hauptsächlich drei Faktoren verantwortlich:

1. Sämtliche Energieträger weltweit werden teurer, denn Energie wird zunehmend knapp. Beim Erdgas handelt es sich wie beim Heizöl um ein endliches Gut.

2. Die Erdgaspreise in Deutschland sind sehr stark von den Entwicklungen am Weltmarkt abhängig, denn nur etwa 20 Prozent der hiesigen Verbrauchsmenge stammt aus deutscher Produktion. Länder wie China und Indien entwickeln aber einen immer stärkeren Energiehunger. So steigt auch der Bedarf nach Erdgas weltweit und das Angebot hält mit der Nachfrage nicht mehr Schritt.

3. Der Staat hat in den letzten Jahren die Steuern und Abgaben auf Erdgas drastisch erhöht. Steuern und Abgaben machen mittlerweile knapp ein Drittel des Erdgaspreises aus.

„Wir konnten unseren Kunden aber gerade auch in schwierigen Zeiten Versorgungssicherheit zu attraktiven Preisen bieten – das war und ist eines unserer Hauptziele“, so Bernhart weiter. „Die Stadtwerke Gronau zählten beim Gas in den letzten zehn Jahren immer mit zu den günstigen Anbietern, nicht nur im Kreis, sondern deutschlandweit. Darauf sind wir durchaus stolz.“

Die Stadtwerke Gronau möchten ihren Kunden auch weiterhin eine möglichst weitreichende Planungssicherheit bieten. Schon in ihrem ersten Gas-Sonderabkommen „EXTRAgas“ hatten sie eine Preisgarantie von Oktober 2009 bis Ende 2010 geboten. Andere Anbieter haben in diesem Zeitraum ihre Preise mehrmals geändert, waren letztlich aber nicht günstiger. „Ein solches „Preis-Wirrwarr“ möchten wir in jedem Fall vermeiden“, so Bernhart. „Wir beabsichtigen daher auch mit der Preissenkung zum 1. Januar 2011 erneut eine Preisgarantie zu verbinden.“

Eine Prognose, ob die Kunden in der Jahresabschlussrechnung für 2010 eher mit einer Nachzahlung oder eher mit einer Rückzahlung zu rechnen haben, kann Franz-Josef Bernhart noch nicht mit Sicherheit stellen: „Wir müssen abwarten, wie sich die Temperaturen im Herbst und Winteranfang bis zum Jahresende entwickeln. Sicher ist aber, dass wir ja schon in der ersten Jahreshälfte einen sehr strengen Winter mit vielen kalten Tagen noch bis in den Mai hinein hatten. Das spricht eher für eine Nachzahlung. Wir denken aber, dass in vielen Fällen die eventuelle Nachzahlung durch den ‚Treuebonus‘ gemildert wird.“

Wie schon in den Vorjahren, können sich Stadtwerke-Kunden aber vor unangenehmen Überraschungen bei der nächsten Jahresrechnung schützen. Denn in solch kritischen Momenten bieten die Stadtwerke einen besonderen Service an: Wer sich nicht sicher ist, ob die Abschlagszahlungen für das laufende Jahr ausreichen, kann sich – telefonisch oder auch persönlich – im Stadtwerke-Kundencenter beraten lassen und eventuell den Abschlag anpassen – Tel. Kundencenter: 02562/717-717.